Kernspintomographie der weiblichen Brust

Mit Kernspintomographie ist es möglich, Schichtaufnahmen ohne Röntgenstrahlenbelastung der weiblichen Brust durchzuführen.

Diese Methode stellt eine sinnvolle Ergänzung zu vorausgegangenen Mammographien mit Ultraschalluntersuchung bei bestimmten Fragestellungen dar.

Die Untersuchung erfolgt in dem tunnelartigen gebauten Gerät in Bauchlage, wobei die Mammae sich in BH-ähnlichen Vertiefungen befinden (Patienten mit Herzschrittmacher, Metallsplittern oder älteren OP-Clips im Schädel können nicht untersucht werden. Allergische Reaktionen gegen das Kernspin-Kontrastmittel sind sehr selten.)

Eine der Hauptindikationen der Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie) der Mamma ist im Rahmen der Tumornachsorge nach Mammakarzinom zu finden.

Nach brusterhaltender Operation eines Mammakarzinoms mit oder ohne nachfolgender Bestrahlung kommt es gelegentloich zu Problemen bei der Beurteilung der postoperativen Narbe.

Mit Mammographie und Ultraschall kann nicht in jedem Falle sicher unterschieden werden, ob es sich um eine harmlose Narbe handelt oder um einen neu aufgetretenen Tumor in diesem Bereich (Tumorlokalrezidiv).

Auch große Narben, die weit nach hinten bis zur Thoraxwand reichen, sind mit der Mammographie gelegenlich nicht vollständig abzubilden und sonographisch nicht exakt einzustufen.

Mittels der Magnetresonanztomographie ist eine Unterscheidung zwischen Narbe und Tumorlokalrezidiv möglich.

Das Tumorlokalrezidiv ist praktisch in allen Fällen deutlich stärker durchblutet (Tumorangioneogenese) als normales Drüsengewebe oder Narbegewebe. Das in die Armvene injizierte, spezielle Kontrastmittel (kein Röntgen-Kontrastmittel) reichert sich besonders im Bereich von neu gebildeten Blutgefäßen an, die den Tumor mit Nährstoffen versorgen.

Schlecht durchblutetes Narbengewebe reichert kein Kontrastmittel an.

In seltenen Fällen findet sich in der Achselhöhle eine Lymphknotenmetastase eines vermuteten Mammakarzinomes, ohne dass dieses mit Mammographie und Ultraschall gefunden werden kann. Auch in diesem Fall ist die MRT der Mamma sinnvoll.

Auch bei röntgenologisch dichten und schlecht beurteilbarem Drüsenkörper kann die MRT sinnvoll sein, je nach individuellem Fall.

Der Nachweis eines bösartigen invasiven Mammtumors gelingt mit der MRT in über 95 % der Fälle (hohe Sensitivität), allerdings ist das Ergebnis unspezifisch, d.h. es werden auch gutartige Tumore und auch entzündliche Prozesse nachgewiesen.

Daher muss in jedem Einzelfall durch den untersuchenden Radiologen eine sorgfältige Abklärung unter Zuhilfenahme der Voruntersuchungen erfolgen.

Z.Zt finden im Leistungskatalog der "gesetzlichen Krankenkassen" als Indikation für die Mamma-MRT lediglich zwei Indikationen:

1. nach brusterhaltender Operation eines Mammakarzinoms bei Verdacht auf ein Tumorrezidiv und zuvor unklarer Mammographie und Ultraschalluntersuchung.

2. Eine nachgewiesene Lymphknotenmetastase in der Achselhöhle, wenn ein Primärtumor mammographisch und sonographisch nicht dargestellt werden konnte.

Aufgrund der Komplexität dieses Themas ist hier nur eine vereinfachte Darstellung möglich.

Die Mamma-MRT zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen kann nur von Radiologen mit eienr speziellen Zulassung (zusätzlich zur allgemeinen MRT-Genehmigung) durchgeführt werden. Die Liste der für diese Untersuchung zugelassenen Radiologen ist bei den Krankenkassen erhältlich.

Der Unterzeichner ist im Besitz einer solchen Zulassung.

 

(Dr. med. Dieter Pavel - Praxis für diagnostische Radiologie)


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